In diesem Vortrag setzte Frau Kohlwagen ihre historische Betrachtung zu den Gebäuden der nördlichen Seite der Georg-Schumann-Straße fort. Sie begann beim Grundstück 208 und führte uns bis zu Nummer 222, dem Eckhaus zur Christian-Ferkel-Straße. Auch dieses Mal konnten bei fast tropischen Außentemperaturen die Teilnehmer wieder interessante Details über wechselvolle Geschichte der Gebäude vom Neubau bis in die heutige Zeit erfahren: Stolze Geschäftseröffnungen, Verfall, Leerstand und denkmalsgerechte Sanierungen – alles war dabei.
Ein für mich interessanter Vergleich betraf das Eckgrundstück Nummer 222. Wegen vermuteter Überbelegung überprüften die Behörden im Jahre 1906 die Anzahl der Bewohner und stellten fest, dass die stolze Anzahl von 35 Erwachsene und 27 Kinder in diesem vierstöckigen Gebäude wohnte. Eine Gegenrechnung mit der Gesamtraumgröße und der damit pro Person vorhandenen Luftmenge ergab jedoch, dass es sich nicht um eine Überbelegung handelte. Und nun das Erstaunliche: Im Jahr 1988 wohnte fast exakt die gleiche Anzahl von Personen in diesem Haus, nämlich 34 Erwachsene und 27 Kinder.
Man darf gespannt sein, welche wissenswerten Dinge Frau Kohlwagen im nächsten Teil aus den Archiven zu Tage fördern wird.
Nachfolgend noch drei Impressionen aus dem Vortrag.